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Road Crue Song Stories - Woche 8 Take My Hand

  • Autorenbild: Road Crue
    Road Crue
  • 22. Sept.
  • 4 Min. Lesezeit

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Hallo MILF-Rocker, hier ist euer SĂ€nger von Road CrueđŸ€˜đŸ”„. Ich möchte euch heute von drei Dingen erzĂ€hlen, die uns als Band gerade sehr wichtig sind.


1ïžâƒŁ Am 27.12 spielen wir mit unseren Freunden von BlĂ€ck Train. FĂŒr uns fĂŒhlt sich das nicht einfach nach einem Gig an, sondern nach einem echten Familientreffen. BlĂ€ck Train waren die Band, die uns 2023 beim VAZ Burglengenfeld unseren ersten Auftritt ermöglicht haben. Ohne sie hĂ€tte es Road Crue in dieser Form vielleicht nie gegeben. Dass wir jetzt wieder gemeinsam auf einer BĂŒhne stehen, ist fĂŒr uns wie ein Kreis, der sich schließt.


2ïžâƒŁ Am 14.11 treten wir beim SPH Music Masters an. Das ist einer der grĂ¶ĂŸten Bandcontests in Deutschland, mit hunderten Bands aus dem ganzen Land. Und das Besondere: Ihr, das Publikum, entscheidet, wer weiterkommt. Jede Stimme zĂ€hlt, jede Reaktion auf unsere Songs kann der SchlĂŒssel sein. Deshalb die Frage an euch: Welche Songs wollt ihr unbedingt hören, wenn wir dort antreten? Schreibt uns eure Favoriten, und checkt unser Instagram fĂŒr alle weiteren Infos.


3ïžâƒŁ Und schließlich: Ich habe mich hingesetzt, die Gitarre in die Hand genommen und einen Song geschrieben, der uns in eine ganz neue Richtung fĂŒhrt. Ein Lied, das dunkler, intensiver und persönlicher ist als vieles, was wir zuvor gemacht haben. Es trĂ€gt den Titel: „Take My Hand“.


Ein Ruf aus der Dunkelheit

Schon die ersten Verse öffnen eine TĂŒr zu einer Welt, die nicht hell erleuchtet ist, sondern im Zwielicht liegt:

„I saw the shadows you’re hiding,

know the fears you’re still fighting,

Don’t you hear them calling?

Don’t you hear them calling inside you?“


Es ist keine neutrale Stimme, die hier spricht. Es ist eine, die mehr sieht, als man nach außen preisgibt. Sie erkennt die Schatten, die man verbergen will, die Narben, die man verdrĂ€ngt. Sie spricht das aus, was tief im Inneren schon immer da war – das, was man lieber verschweigen wĂŒrde.

Die Frage „Don’t you hear them calling?“ wiederholt sich wie ein Mantra, fast wie ein Echo, das nicht aufhört. Sie drĂ€ngt, sie bohrt, sie lĂ€sst keinen Raum fĂŒr AusflĂŒchte. Es ist die Stimme, die man nachts im Kopf hört, wenn die Welt still geworden ist.


Zwischen Rettung und VerfĂŒhrung

Der Refrain scheint auf den ersten Blick Trost zu spenden:


„Take my hand , I know your heart,

I can hold it when it breaks,

Take my hand, we’ll make it through,

Even through the worst mistakes“


Eine ausgestreckte Hand. Ein Angebot von NĂ€he. Ein Versprechen, dass man nicht allein ist. Doch je tiefer man den Song versteht, desto mehr schleicht sich ein Zweifel ein. Ist es wirklich Rettung? Oder ist es eine Bindung, aus der man nicht mehr entkommt?

Die Worte wirken warm, beinahe liebevoll – aber sie sind auch absolut. „I can hold it when it breaks“ – es ist nicht „jemand“, der dich hĂ€lt. Es ist diese eine Hand, diese eine Stimme, die keinen anderen Ausweg lĂ€sst.

Im Verlauf des Songs kippt dieses Versprechen in eine dĂŒstere Wahrheit. Die Bridge bringt das schonungslos auf den Punkt:


„Don’t you feel that you’re lost,

Don’t you feel that you’re lost, without me“


Hier ist keine Bitte mehr, kein Trost. Hier ist Anspruch. Hier wird Besitz eingefordert. Du bist

verloren – und nur in meiner NĂ€he findest du Halt.


Warum „Take My Hand“?

Der Titel wirkt schlicht, fast alltĂ€glich. Doch gerade in seiner Einfachheit liegt seine StĂ€rke. Eine Hand kann Geborgenheit geben, kann retten, stĂŒtzen und wĂ€rmen. Aber sie kann auch fesseln. Sie kann dich so festhalten, dass du dich nicht mehr befreien kannst.

„Take My Hand“ spielt mit dieser Doppeldeutigkeit. Die ausgestreckte Hand kann ein Symbol fĂŒr Liebe oder fĂŒr totale Kontrolle sein. Genau in diesem Zwiespalt liegt die Magie des Songs.


Klang und AtmosphÀre

Musikalisch haben wir versucht, diese Spannung zu ĂŒbersetzen.

  • Das Riff beginnt clean, fast zerbrechlich. Es klingt wie ein leiser Ruf, ein FlĂŒstern, das langsam Gestalt annimmt.

  • Die Strophen bauen darauf auf: sanft, eindringlich, aber mit einer unterschwelligen Dringlichkeit.

  • Der Refrain öffnet sich hymnisch, fast ĂŒberwĂ€ltigend – als wĂŒrde die ausgestreckte Hand den ganzen Raum einnehmen.

  • Das Solo bricht wie ein Schrei hervor, ein Aufbrechen der inneren Mauern.

  • Und die Bridge ist kalt, klar, unausweichlich – nur Stimme und Wahrheit, ohne Schutz.

So entsteht ein Spannungsbogen, der den Hörer nicht loslÀsst. Jede Passage zieht tiefer in die AtmosphÀre hinein, bis man nicht mehr entkommt.


Live – mehr als ein Lied

Doch das wahre Gesicht von Take My Hand zeigt sich nicht im Text allein. Es offenbart sich auf der BĂŒhne. Denn live wird dieser Song zu einem Erlebnis, das weit ĂŒber Musik hinausgeht.

Wenn die ersten Töne erklingen, verĂ€ndert sich die Luft im Raum. Die Lichter werden dunkler, die Stimmen verstummen, und jeder spĂŒrt, dass jetzt etwas anderes beginnt. Ein Moment, der nicht nur gehört, sondern gespĂŒrt wird.

Und dann gibt es diese eine Stelle. Eine Passage, in der der Song seine ganze Kraft entfaltet. Es ist kein einfacher Refrain mehr – es ist eine Handlung. Eine Verbindung. Ein Blick, der tiefer geht, als er sollte. Ein Augenpaar im Publikum, das fĂŒr Sekunden alle anderen verschwinden lĂ€sst. Eine Hand, die gereicht wird. Und in diesem Griff entscheidet sich, ob es Rettung oder VerfĂŒhrung ist.


Wir verraten nicht mehr. Doch wer live dabei ist, wird diesen Moment nicht vergessen.


Wir können es kaum erwarten, diesen Song mit euch zu teilen. Und wir wissen: Wenn er live gespielt wird, wird er nicht nur gehört. Er wird erlebt.




 
 
 

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